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Es werden Posts vom März, 2011 angezeigt.

Monga - Gangs of Taipeh / Báng-kah (Doze Niu Chen-zer, Taiwan 2010)

Das Gangsterleben ist kein Zuckerschlecken. Das beweist uns mal wieder dieser leider ziemlich mediokre und aufgehippte Blockbuster aus Taiwan. Hier geht es zu meiner Kritik bei der Filmgazette.
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Ako / White Morning (Hiroshi Teshigahara, Japan 1965)

Ein Tag im Leben der 16jährigen Ako, die ihre Tage in einer großindustriellen Backfabrik fristet. Später zieht sie dann los mit einer Freundin und drei Jungs, ihren Kollegen, um "so viel Spaß wie möglich" zu haben. Diesen Spaß stellen sich die Jungmänner anders vor als die Frauen, und als das Auto dann im Industriegebiet eine Panne hat, drängt sich der Alphamann Ako auf.



Es gibt so Filme, die ziehen einen nach wenigen Sekunden in den Bann. Das kann nur an den Bildern liegen, am Schnitt, an der Montage im Ganzen. Denn Handlung gab es ja noch keine. Asynchroner Sound, extradiegetisch, verzerrte Musik, Kommentar aus den Geräuschen, später erst Dialoge (wenn gerade niemand spricht), Jump-Cuts ohne Ende und ein Wirbel in drei vier Minuten, der mehr zu erzählen weiß, als jeder allwissende Erzähler das mit seinem Opa-Schlapphut jemals könnte.



Dass in den Film dann so eine Gewalt, wie urplötzlich, Einzug erhalten kann, ist zutiefst beunruhigend. Und da man mittlerweile darum weiß,…

Koma (Naomi Kawase, Japan 2009)

Ein junger Großstädter koreanischer Abstammung reist in den Bezirk Koma in Nara, um eine Schriftrolle seines verstorbenen Großvaters dem rechtmäßigen Besitzer zurückzubringen. Die Erfüllung dieses letzten Wunsches hat dann aber zur Folge, dass er die etwas verquere Hatsuko, die Tochter der Familie, kennenlernt, die ihm mythische Geschichten von Berggeistern und ihrer hingebungsvollen Liebe erzählt. Von Hatsuko scheint eine seltsame Faszination auszugehen...



Wie kaum ein(e) andre(r) Regisseur(in) versteht es Naomi Kawase, arthousige Filme zu drehen, die so wunderbar schwebend leicht und balastfrei daherkommen (allenfalls Hong Sang-soo fällt mir da noch ein). Mit Handkamera und selbstredend ohne extradiegetische Musik kreiert sie die ihr eigene Kawase-Atmosphäre, die eine tiefe, ruhige, beinahe schon meditative Stille ausstrahlt (die sehr faszinierend ist und nie manieristisch wirkt), und die dennoch eine Spannung unter der Oberfläche vermittelt, die einen gebannt am Film kleben läßt. …