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Mittwoch, 25. Januar 2017

Operation Mekong (Dante Lam, HK/China 2016)


 Vor dem Hintergrund erfolgreicher Serienformate wie etwa Narcos auf netflix kann man auch deren Nachahmung von solch südostasiatischen Ablegern verstehen, die im sogenannten Goldenen Dreieck von Laos, Thailand und Myanmar spielen: dort wird traditionell Schlafmohn angebaut, das anschließend zu Heroin verarbeitet wird. Hier nun also ein großchinesischer Blockbuster, der einen seiner erfahrensten Actionregisseure aus Hong Kong ans Ruder lässt: Dante Lam. Der hat nach seinem überragenden Frühwerk und der Leuchtrakete The Beast Stalker seit längerem jedoch eine Flaute: The Viral Factor, Fire of Conscience und Stool Pigeon waren nicht viel mehr als routiniertes Handwerk. Doch dann die Rückkehr auf beinahe altes Formniveau mit dem durchgedrehten That Demon Within und dem sagenhaft dichten Unbeatable mit einem unfassbar guten Nick Cheung in der Hauptrolle. Sein Radrennfahrer-Drama To The Fore (2015) allerdings war wiederum eher etwas für die Tonne. Auch visuell, eigentlich immer eine Stärke Dante Lams, hatte der nichts vorzuweisen und erinnerte eher an schnell heruntergekurbelte TV-Dramen.

 Operation Mekong eröffnet mit einem Kameraflug über die weiten Wälder des Mekong-Deltas, durch das sich der Fluss dreckbraun schlängelt. Dann über eine Hügelkuppe hinweg, Creditsequenz, und ein Panorama-Shot: vor uns liegt Medellín, die Hauptstadt Kolumbiens. Oder ist es eine Stadt im Mekong-Delta? Die Anspielung auf die Saga um Pablo Escobar jedenfalls könnte deutlicher nicht sein. Und gleich darauf folgt ein Massaker auf dem Fluß, bei dem einige chinesische Schmuggler samt Frauen und Kindern von gedungenen Mördern des Kartells ausgelöscht werden. Daraufhin greift ein Sonderkommando aus China ein (wie in Narcos die Amerikaner), um die Sache aufzuklären und den Drogenhahn endlich zuzudrehen, der ihre schönen Städte vergiftet. Da kommt auch bald Eddie Peng ins Spiel; mit einem affigen Bart, der in etwa die Rolle von Steven Murphy aus - naja - Narcos eben, übernimmt. Im weiteren löst sich dann aber der Film von seinem Vorbild und verliert sich völlig in seiner stetigen Hatz von Ortswechsel zu Ortswechsel, was Dynamik simulieren soll und weltweite Vernetzung. Halt geben komischerweise nur die Actionszenen, die in regelmäßigen Abständen den Film strukturieren. Was im Detail passiert - was man für gewöhnlich Handlung nennt - ist so uninteressant wie überflüssig. Der Film interessiert sich einen Dreck für seine Figuren oder seine Narration und verlustiert sich lieber im Ablichten pseudo-ästhetischer Digitalbilder, die einen visuellen "Rausch der Sinne" veranschaulichen wollen. Allein, dieser Rauschzustand kommt beim Zuschauer niemals auf.

 Es ist vielmehr alles Müdigkeit. Da überhaupt mitdenken zu wollen, (all diese Kartelle!, die einem schnurzegal sind), wo man sich gerade befindet (all diese Location-Einblendungen), all diese Polizei- und Militäreinheiten (wer ist wo und arbeitet mit wem), das ist äußerst unübersichtlich, sehr bemüht und deswegen ermüdend anstrengend. Zumal die nächste Schwarzblende zum internationalen Inselhopping kurz bevorsteht. Da freut man sich umso mehr, wenn mal eine Actionsequenz ein paar Minuten lang dauert. Etwa gegen Ende die Eröffnung des Finales in einer der großen Malls in Bangkok: das Gebäude wird ausnehmend schön zerlegt mit Schießereien, Rolltreppeneskapaden und auch einem tollwütigen Sportwagen, der eine Kaffeeinsel abräumt. Das macht Sinn, da weiß man, wo man ist, und wer gegen wen kämpft. Diese Szene allerdings läutet einen Showdown ein (siehe Plakat oben), der sich schlussendlich in einem Dschungelcamp abspielt und dann bis zum Erbrechen einfach immer weiter geht. Das ist eine langweiligere Variante von Rambo, der das - auf Spielfilmlänge - sehr viel kompakter hinbekommen hat. Aber sei's drum. Operation Mekong ist bestenfalls öder Durchschnitt und es braucht schon viel goodwill, um aus diesem Exzess der Verwirrung mit einem Mehrwert oder auch nur mit einem Grinsen herauszugehen. Vielleicht sollte man Dante Lam einfach das Geld wegnehmen und wieder zurück in die Straßenschluchten von Mong Kok schicken: in der Hand ein Drehbuch, das wenigstens rudimentären Sinn ergibt. Das wäre doch mal was!

Michael Schleeh

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weitere Links zu Dante Lam:

To The Fore (Dante Lam, Hongkong / China 2015)

The Viral Factor (Dante Lam, Hongkong/China 2012)

Hong Kong International Film Festival 2014: BLIND MASSAGE (Lou Ye) ~ SHADOW DAYS (Zhao Dayong) ~ THAT DEMON WITHIN (Dante Lam) ~ ICE POISON (Midi Z)


Fire of Conscience / For lung (Dante Lam, Hongkong 2010)

Beast Cops (Dante Lam, HK 1998)

The Sniper / Sun cheung sau (Dante Lam, HK 2009)

Jiang Hu -The Triad Zone (Dante Lam, Hongkong 2000)

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Sonntag, 22. Januar 2017

Raman Raghav 2.0 / Psycho Raman (Anurag Kashyap, Indien 2016)


 Was an Anurag Kashyaps Serienkiller-Thriller Psycho Raman (aka. Raman Raghav 2.0) zuerst auffällt, ist der harte Gegensatz der Eröffnungsszene in der Diskothek mit der darauffolgenden Stille, in der man zum ersten Mal dem Killer Raman (Nawazuddin Siddiqui) begegnet: während der Polizist Raghavan (Vicky Kaushal) ein Gefangener der Beats und der Drogen ist, die er eingeworfen hat, ist Raman in einem Zimmer eines Abbruchhauses vor den Toren Mumbais eingesperrt. Dort spricht er mit sich selbst mit wehleidiger Stimme, was ihm Schlimmes widerfahren sei. Er probt das richtiggehend, wie ein Schauspieler. Dann ruft er ein paar Jugendliche um Hilfe herbei, die dort gerade Cricket spielen wollten. Sein Vortrag ist so überzeugend, dass sie ihn gleich befreien. Raman darauf, mit einem leisen Lächeln im Gesicht, ausgezehrt und mit schwarzen Augenrändern, streunt durch das Gelände, eine wilde Brache voller wilder Pflanzen umgeben von Ruinen – es ist beinah eine Idylle, eine Idylle des Verfalls. Dort sieht er plötzlich eine schwarze Katze, und weil er die interessant findet, folgt er ihr. Sie führt ihn zu einem Gehöft am äußeren Rand einer Slum-Behausung, wo gerade eine junge Frau Brot backt. Raman will nun dieses Brot, und man sieht ihm an, dass der Wahnsinnige auch die Frau dafür totschlagen wird, um an ein Brot zu kommen. Zufällig findet er einen Stein, der als Mordwerkzeug dienen soll. Die Katze interessiert nicht mehr. Doch als er die Frau beinahe erreicht, erkennt man hinter dem nächsten Eck eine Gruppe junger Männer sitzen, die zur Frau gehören. Raman steht da, der zerrissene Lump, lässt den Stein fallen. Er schwitzt. Die Männer kommen auf ihn zu.

 Man sieht, wie hier eins zum anderen kommt, ungeplant und kontingent. Das Böse, in Form dieses undurchschaubaren Menschen, der freundlich Lächeln kann und mit Sprache manipuliert, wird zur Inkarnation der Todes, wenn er nicht seinen Willen bekommt („Sein Wille geschehe!“). Spiegelbildlich zu seiner Figur ist der versteinerte drogenabhängige Polizeikommissar Raghavan ebenfalls einer, der seine Umgebung für seine Zwecke missbraucht. Was besonders im Ungang mit seiner Freundin augenfällig wird, die er emotional und sexuell ausbeutet. Sie scheint aber erst jetzt zu realisieren, dass ihre Beziehung nur auf einem Gewaltgefälle bestehen kann, denn sobald sie die Stimme erhebt, wird sie kleingemacht. Der Film erzählt nun eigentlich den bekannten Genre-Topos erneut aus, wie sich die Konstitutionen der beiden Männer nicht nur gegenseitig bedingen, sondern auch brauchen. Es ist beinahe wie in einer grotesken intimen Beziehung – Raman sucht Raghav, und wie sie zueinander finden, wird Raghav zu Raman. Das zeigt sehr schön der allerletzte Mord des Filmes, den Raman gar nicht mehr selbst ausführen muss. Nawazuddin Siddiqui, der intelligentere der beiden, lenkt die Geschehnisse selbst dann noch, wenn er eingesperrt in einer Zelle hockt.

 Psycho Raman als Psycho-Thriller ist somit eher kein Film, der die Kategorien Gut und Böse vertauscht, vielmehr ist es eine vollständige Aufhebung der Kategorien in der Darstellung eines gnadenlosen Nihilismus. Der Film, obwohl er durchaus auch am Tag spielt, ist überwiegend dunkel, düster, bedrückend. Ein soziales Anliegen hat er nicht. Hier geht es nicht um den Ausbruch aus dem Käfig der Armut, um die Benachteiligung der Frau, um eine Liebesgeschichte. Oder gar um Moral. Die Verbrechen werden nicht kommentiert, sondern stehen, so erschütternd sie sind, für sich selbst. Dadurch gewinnt der Film eine Offenheit in der Narration, die wirkmächtiger ist, als jeder Kommentar des Regisseurs. Viel eher ist es das Verhältnis von Raman zu Raghav, eine Homo-Erotik der Gewalt, in der die beiden Parteien sich mythisch zueinander hingezogen fühlen, ohne sich und für lange Zeit gar nicht erst zu begegnen. Wer also der eigentlichere, verkommenere Bösewicht in diesem Film ist, lässt sich gar nicht so richtig ausmachen. Skrupellose Mörder sind sie alle beide.

 Psycho Raman ist ein äußerst kompakter und durchkomponierter Film, und zeigt Anurag Kashyap von einer ganz anderen Seite, als bei seinem ausufernd epischen Film GANGS OF WASSEYPUR. Der Film ist bei Rapid Eye Movies als DVD und Blu-ray erschienen. Das Bild der Blu-ray ist exzellent, ein einziger Genuss. Neben dem Hindi-Originalton mit Untertiteln findet sich eine deutsche Synchronisation auf der Scheibe, wie auch die üblichen goodies (ein Making Of, knapp 30 Minuten, sowie der Original-Trailer, weitere VÖs des Labels u.ä.). Wer diesen cineastischen Höhepunkt des anderen Bollywoods noch nicht kennt, sollte bedenkenlos zugreifen.

Michael Schleeh

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Psycho Raman ist bei Rapid Eye Movies als DVD und Blu-ray erschienen
und via amazon erhältlich ~



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Sonntag, 8. Januar 2017

The Handmaiden / Die Taschendiebin (Park Chan-wook, Südkorea 2016)


 Das ungute Gefühl, vom Regisseur an der Nase herum geführt zu werden, das kann man bei Filmen mit Twists sehr schnell bekommen. Wenn sich nun einer, der dafür bekannt ist, jeden Millimeter seiner filmischen Erzählung genau zu vermessen wie eine architektonische Zeichnung, dann wundert es nicht, dass sich dieser Mann einen Roman wie Sarah Waters' The Handmaiden zur Vorlage seines neuesten Filmes nimmt. Der Roman, der im viktorianischen London des 19. Jahrhunderts spielt (und dann auf einem Landgut draußen im Themsetal) wird von Park ins Korea des 20. Jahrhunderts versetzt, in eine Zeit in den 30ern, in der die japanischen Truppen sich im Land breit gemacht haben. Offensichtlichste Referenz ist das Gebäude, in dem The Handmaiden dann erstmal die erste Filmhälfte über spielt. Das Haupthaus ist ein westliches Herrschaftsgebäude, das durchaus auch in Europa stehen könnte oder in den Hammer Studios, die Anbauten aber sind koreanischer und japanischer Art. Besonders auffällig wird das in den Kameraschwenks, wenn die Personen von einem Trakt in den anderen laufen, und dabei wie von einer Welt in die andere gelangen. Innerhalb des Gebäudes funktioniert das genauso, etwa wenn sich die Charaktere in die Bibliothek begeben, wo die lüsternen Herren sich die Erotika der Weltliteratur kredenzen lassen. Und auch genau darum geht es in diesem Film Parks - mal nicht (nur) um Gewalt, sondern vor allem um Leidenschaft.

 Als Sook-hee (Kim Tae-ri), die dann bald Tamako heißen wird, ihre neue Dienststelle antritt, da weiß ihre neue Herrin Lady Hideko (Kim Min-hee) noch nicht, dass ihr übel mitgespielt werden soll. Ihre neue Zofe nämlich steckt unter einer Decke mit dem teuflischen Edelmann Count Fujiwara (Ha Jung-woo), der sie beabsichtigt, zu heiraten. Aber nicht aus Liebe, er interessiert sich vor allem für ihre Erbschaft. Für sie ist aber auch was drin, in diesem Deal: nämlich rauszukommen aus dieser pseudo-ästhethisierten Hölle der Schlüpfrigkeiten, in der sie den alten Männern zum Plaisir die Animierdame geben muss. Und wenn sie nicht spurt, dann bekommt sie vom bösen Onkel auf die Finger. Das Paradies also ist es dort - auch wenn es auf den ersten Blick so edel erscheint - nunmal gar nicht. Aber viel weiter darf die Handlung nicht verraten werden, sonst, wie gesagt, wird die Überraschung genommen. Eines aber noch: die beiden jungen Frauen freunden sich nicht nur an, nein, es geht sogar noch einen Schritt weiter. Und das ist dann der Punkt, wo in dieser ganzen, fast schon puppenstubenhaft durchästhetisierten Optik die körperliche Liebe zwischen zwei Frauen visuell zelebriert wird. Ob sich der Film, der den Missbrauch ja eigentlich anprangert, in diesem Moment nicht selbst ad absurdum führt, wäre übrigens auch noch zu klären.

 Jedenfalls bricht dann im letzten Drittel Park Chan-wook komplett mit der Buchvorlage - und dichtet sich selbst ein neues Ende hinzu. Und in gewisser Weise macht er genau das, was man sich als Leser des Buches auch gewünscht hat: was wäre eigentlich, wenn sich die beiden Frauen gegen die Männerwelt verschwören würden und nicht in ihren Opferrollen gefangen wären? Aber man sehe selbst, es kommt dann jedenfalls völlig anders, als man zunächst denkt. Und das Finale im mythenumschwebten Folterkeller ist von einer grotesken Absurdität, die den im Film mehrfach angedeuteten Humor auf die Spitze treibt. Allerdings, um auf den Anfang des Textes zurückzukommen, ist es natürlich dann schon so, dass man wieder den Eindruck hat, Park Chan-wook macht hier gerade, worauf er Lust hat. Von Sarah Waters ist nichts mehr übriggeblieben und alleinig die Regie hält die Zügel in der Hand. Das teuflische Spiel, das ist nicht nur das, was Ha Jung-woo im Film passiert - nein, dem ist auch das Kinopublikum ausgeliefert, das in Parks schwarzem Loch, dem Kinosaal, sitzt. Und ihm völlig ausgeliefert ist. Seinem wundervollen Film, seinem autoritären Film, der mit jedem Kameraschwenk weiß, was er tut, der jedes Bild milimetergenau vermisst, der jeden Ton so setzt, dass er maximal effektiv ist. Zum Glück mag Park sein Publikum, denn sonst könnte es uns irgendwann einmal dreckig ergehen.

Michael Schleeh

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Donnerstag, 5. Januar 2017

Sethu (Bala, Indien 1999)


 Balas Debütfilm SETHU mit Vikram in der Hauptrolle ist in der ersten Hälfte nur mit viel Geduld und goodwill zu ertragen. Wieder einmal prügelt sich ein Tunichtgut ins Herz einer unschuldigen jungen Frau, Tochter eines Tempelpriesters. Typisches Tamil-Kino erstmal, ein Liebesdrama. Kernige Typen, Schnurrbärte, anstatt Argumente sprechen ausschließlich die Fäuste. Warum reden, wenn man auch brüllen kann auf diesen staubigen Straßen des Tamil Nadu im Süden Indiens. Grotesk wirkt das auch deswegen, da die Hauptfigur Chiyaan (Vikram) eigentlich Student ist. Aber mit Worten hat er es nicht so, und auch nicht mit dieser Empathie, wo man sich in andere Menschen hineinversetzen müsste.

 Dass dann der Film in der zweiten Hälfte eine krasse Wende macht (auch musikalisch wird das immer bizarrer und experimenteller), die einen wirklich von den Füßen haut, hätte ich so nicht erwartet. Plötzlich bricht ein Realismus in die testosterongeschwängerte, hyperpotente Erzählung ein, die eine Ahnung davon gibt, weshalb der Film als Vorläufer der Tamil New Wave zu gelten hat, und der auch nachvollziehbar macht, weshalb seine Veröffentlichungsgeschichte heute mittlerweile Legende ist. Der Film ist in diesen Momenten - im Tempel mit den aus der Gesellschaft Ausgegrenzten - dann auch schon eine Vorausdeutung auf den sagenhaften NAAN KADAVUL von 2009.

 Bala hatte den Film kaum finanziert bekommen, seinen ersten eigenen richtigen Spielfilm. Und Vikrams Karriere als Schauspieler hing an seidenem Faden, als er sich auf das Projekt einließ. Da sich kein Verleiher fand (mehr als 60 sollen ihn gesehen haben), weil alle das Ende zu erdrückend fanden,  lief der Film dann in genau einem einzigen Vorort-Kino von Chennai, und der sang- und klanglose Untergang war kaum abzuwenden. Bala wollte den Traum des Regisseur-Berufs schon ad acta legen. Da mobilisierte man nochmal alle finanziellen Kräfte (wohl vor allem von Vikrams Frau her stammend) und konnte ein paar Reviews einkaufen, die tatsächlich dann sehr positiv ausfielen. Dennoch: gerettet hat den Film - und damit auch ein Stück weit das Tamilische Kino an sich - die Mund-zu-Mund-Propaganda. Es sprach sich herum, dass dieser Film etwas Besonderes sei, und in nur wenigen Wochen explodierte der Film und zog immer mehr Leute ins Kino. Der Rest, der ist nun Legende.

Michael Schleeh

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Montag, 2. Januar 2017

Bestenlisten 2016

Top Ten 2016 deutsche Kinostarts:

1. Baahubali (S.S. Rajamouli, 2015)
2. The Hateful Eight (Quentin Tarantino, 2015)
3. Toni Erdmann (Maren Ade, 2016)
4, Wild (Nicolette Krebitz, 2016)
5. The Revenant (Alejandro Gonzalez Inarritu, 2015)
6. Cemetery of Splendour (Apichatpong Weerasethakul, 2015)
7. Right Now, Wrong Then (Hong Sang-soo, 2015)
8. Sweet Bean (Naomi Kawase, 2015)
9. The Whispering Star (Sion Sono, 2015)
10. The Assassin (Hou Hsiao-hsien, 2015)


runners up: Paterson ~ Aloys ~ Sully


Top Ten International:

1. Journey to the Shore (Kiyoshi Kurosawa, 2015)
2. Bitter Money (Wang Bing, 2016)
3. The Wailing (Na Hong-jin, 2016)
4. Lowlife Love (Eiji Uchida, 2015)
5. The Mobfathers (Herman Yau, 2016)
6. What a Wondeful Family (Yoji Yamada, 2016)
7. Creepy (Kiyoshi Kurosaw, 2016)
8. Starless Dreams (Mehrdad Oskouei, 2016)
9. Bajirao Mastani (Sanjay Leela Bhansali, 2015)
10. The Mermaid (Stephen Chow, 2016)

runners up: Bone Tomahawk, Being Good, Neerja


Top Ten älterer stuff, first viewing

1. The Middleman (Satyajit Ray, 1976)
2. Susana (Luis Bunuel, 1951)
3. Fusa (Kon Ichikawa, 1991)
4. The Boys from Fengkuei (Hou Hsiao-hsien, 1983)
5. Network (Sidney Lumet, 1976)
6. Withhammer (Otakar Vavra, 1970)
7. Ashes of Time (Wong Kar-wei, 1994)
8. Cross of Iron (Sam Peckinpah, 1977)
9. Dil Se... (Mani Ratnam, 1998)
10. Diary of Yunbogi (Nagisa Oshima, 1965)


Bonusliste: Top Ten Dezember 2016

1. Diary of Yunbogi (Nagisa Oshima, 1965)
2. Women of Tokyo (Yasujiro Ozu, 1933)
3. Firefly Light (Heinosuke Gosho, 1958)
4. In Another Country (Hong Sang-soo, 2012)
5. Pom Poko (Isao Takahata, 1994)
6. Late Chrysanthemums (Mikio Naruse, 1954)
7. Right Now, Wrong Then (Hong Sang-soo, 2015)
8. Dancing Girl (Mikio Naruse, 1951)
9. Sully (Clint Eastwood, 2016)
10. I am a Hero (Shinsuke Sato, 2016)



Michael Schleeh

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