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Digi-Tech und Geta-Klappern: SUMMER WARS von Mamoru Hosoda (Japan, 2008)


 "Die Eröffnung, ein wilder Strudel der Farben auf weißer Leinwand. Chaos. Vorbeirauschende Symbolketten und glitzernde Schwärme von Abziehbildchen, blinkende Icons und Avatare, die aufeinander zujagen, in rasanten Kurven wie bisher nur Raumschiffe durchs All schossen, außer Kontrolle oder doch nicht – und in der Mitte, da dreht sich der große Katzen-Bodhisattva. Mit leichtem Grinsen und einem Om auf den Lippen. Irgendwie auch debil wahnsinnig zwischen Digimon und Doraemon und chinesischer Winke-Katze. Im digitalen blank space von Summer Wars, an dem Ort im digitalen Netz, an dem alles zusammenkommt. Im Herzen aller Anwendungen, aller mobilen Dienste, aller Apps und jedes digitalen Contents, dort gibt es den einen Punkt, der die Welt zusammenhält: es ist Oz, der neue Mittelpunkt der Erde. Und wenn er kollabiert, dann geht sprichwörtlich nichts mehr. Nirgendwo."

 Für die japanische Kulturwebseite Tanuki Republic habe ich mir Mamoru Hosodas SUMMER WARS angesehen, und hier kann man das gesamte Review nachlesen. Ich freue mich sehr, etwas zu dieser äußerst lesenswerten Seite beitragen zu dürfen, da ich sie für ihr breites Interessenspektrum sehr schätze.

Michael Schleeh

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